walks_

Concept [concept]
-english version below – 

Der Spaziergang als künstlerische Arbeitsweise

Der urbane Spaziergang dient mir sowohl zur sensibilisierten (Raum-) Wahrnehmung und als kollektive (Raum-) Erfahrung wie auch als Ort der künstlerischen Aktion und Vermittlung von künstlerischen Strategien.

Mit meinen Spaziergängen schreibe ich mich folglich bewusst in alltagskulturelle Strukturen im urban öffentlichen aussen Raum ein. Ich untersuche gezielt wie sich mein Gehen in Umgang mit Machtstrukturen, Normen und Verhalten auswirkt.

Mit Performativ-Künstlerischen Interventionen, so meine These, lassen sich diese neu verhandeln und transformieren. In dieser Beziehung von Aktion und Reaktion entsteht ein Bewusstsein für ein Mitgestalten der Alltagsstruktur (Gegenwart) und ein bestreben das Bestehenden oder Kommende in Frage zu stellen.

   

Jeder meiner Spaziergänge verfolgt eine konzeptionelle Fragestellung oder Anweisung (scores). Es gibt Spaziergänge die das Gehen und dessen Auswirkungen an sich thematisieren, andere sind auf die Raumwahrnehmung und der Frage der Raumnutzung,  Machtpositionen und dem öffentlichen Zusammenleben gerichtet.


Kollektiv-Walks
Performances-Promenadologie

Das kollektive Gehen verstehe ich als Medium, um urbane Strukturen und Relationen nicht nur in den spezifischen Bedingungen des Raumes erfahrbar zu machen, sondern die Erfahrung selbst zu akzentuieren. Die Alltagswirklichkeit wird im Gehen zu einem kolla- borativen Erfahrungsraum in dem eine Kritikbildung, danach fragt, was das Alltägliche und normative Strukturen überhaupt sind und wie sich diese in unserer Zeit manifestieren.

 

Nachtspaziergänge
environmental perception

Besonders in der Nacht (zwischen 1 und 5 Uhr) werden wir in der urbanen Landschaft auf uns zurückgeworfen. Strukturen verschieben sich. Wir hinterfragen was mit uns und dem Raum passiert, wenn die Dunkelheit die Sicht schluckt, der alltägliche Geräuschemix verstummt, und anderswo im Nachtleben aufklingt, die Menschen und das urbanen Treiben aus dem öffentlichen Raum verschwinden und eine parallele Welt entsteht.

7)

 


-english version-

Walks
walking as an artistic practice

8)

The walk serves both sensitized (space) perception and as a collective (space) ex- perience as well as a place of artistic action and mediation of artistic strategies.

With my walks, I consciously enter into everyday cultural structures in the urban public space. I investigate the dealings with power structures, norms and behavi- or impacts in different places in citys.

With performative-artistic interventions, according my thesis, sociale sclerotic structures, can be renegotiated and transformed. In this respect of action and reaction, there arises an awareness of the shaping of the everyday structure (pre- sent) and an effort to question the existing or the coming.

 

Collektiv-Walks
Performances-strollogie

I understand collective-walking as a medi- um in order to make urban structures and relations not only experienceable in the specific conditions of space, but also to accentuate the experience itself. Everyday reality is transformed into a collaborative space of experience, in which a critique is formed, and what the everyday and nor- mative structures are at all, and how these manifest themselves in our time.


„i‘m interested in creating social gathering spaces in which to act, spaces that enable participative processes as artistic action in their social and real-spatial conditionalities.“

 

 

INDEX
1) Un-Stroll
Nightwalk with performative interventions un-conference Paranthesis, Geneva (Switzerland) 2014

2) Von B nach B
4 day footwalk von Basel to Biel Route Basel – Biel/Bienne, (Switzerland) 2015

3) Nightwalk
Nightwalk with performative interventions Made of Walking, La Romieu (France) 2017

4) Listening walk
Open session , cité international des Arts, Paris (France) 2017

5) Visual guide
A performative guided tour in the Art space
Villa Renata, Basel (Switzerland) 2017

6) Transit Wahrnehmungen – Spazieren im urbanen Raum
Walk- Workshop with perfromatif interventions and walk instructions
Conference „where the magic happens“ (Germany) 2015

7) GRENZGANG – Nachtspaziergang
Nightwalk with performative interventions
Anlässlich der IBA Basel 2020, Basel borderarea (Switzerland/Germany) 2016

8) „Galerie im Gang“
walk-work in progress since 2014 (picture: Essen Germany)

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©2011, Simone Etter